365 KI & Wirtschaftsforum 2026: Welche KI-Projekte überzeugten im Praxiseinsatz?
23.6.2026
365 KI & Wirtschaftsforum: Agenten und KI standen beim Top-Event in Stuttgart im Fokus, als sich am 28. und 29. April 2026 führende Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, IT und Industrie versammelten, um praxisnahe Lösungen, neue Perspektiven und ambitionierte Strategien zu diskutieren. Unternehmen wie Festo, EnBW oder die Mediengruppe Pressedruck präsentierten, wie sie mit KI-Werkzeugen ihre Arbeitswelt neu gestalten und Effizienz, Innovation und Governance gemeinsam meistern. Doch war dieses Forum mehr als nur ein Schauplatz technologischer Neuerungen – hier wurde deutlich, wie die Zukunft der Arbeit und der Wirtschaft schon heute lebt.
Warum sich der Blick auf KI und Agenten 2026 fundamental gewandelt hat
Die rasante Entwicklung von künstlicher Intelligenz und autonomen Softwareagenten hat sich in den letzten Jahren entscheidend beschleunigt. Was als Vision begann, hat längst die Realität großer und mittelständischer Unternehmen durchdrungen. Bei 365 KI & Wirtschaftsforum ist eines klar geworden: Du bist nicht mehr Beobachter, sondern Gestalter des digitalen Wandels – und KI wird dabei dein zentrales Werkzeug.
Diese neue Rolle verlangt, technologische Entwicklungen aktiv für Prozesse, Kommunikation und Produkte einzusetzen. Agenten steuern autonom Aufgaben, KI-Tools verschlanken Routinen, beschleunigen Entscheidungen und ermöglichen neue Geschäftsmodelle. Gerade in der Zusammenarbeit zwischen Unternehmensbereichen und zwischen Mensch und Maschine eröffnen sich neue Wege – von automatisierten Genehmigungen bis zur kreativen Content-Produktion.
Wie die Mediengruppe Pressedruck KI für die Redaktion neu denkt
Ein herausragendes Praxisbeispiel auf dem Forum war der Einblick in die Welt der Mediengruppe Pressedruck. Peter Graf zeigte, dass künstliche Intelligenz nicht nur in Tech-Unternehmen, sondern auch bei traditionsreichen Medienhäusern zum Dreh- und Angelpunkt werden kann. Redaktionelle Abläufe, die jahrelang auf manuellen Routinen basierten, erhielten durch KI-gestützte Tools einen Effizienzturbo.
Mit automatisierten Workflows rund um Texte, Recherche und Layout konnten Redakteurinnen und Redakteure entlastet werden. „Empowerment“ wurde dabei zum Schlüsselbegriff: Indem die Mitarbeiter aktiv in den Wandel eingebunden wurden, entstanden Akzeptanz und Neugierde statt Ablehnung und Skepsis. Und ganz wichtig: Die Einführung von KI erfolgte in einem engen Rahmen strukturierter Governance und klarer, nachvollziehbarer Steuerungsmechanismen.
Für dich ergibt sich daraus eine zentrale Erkenntnis: Der Wandel durch KI gelingt nur, wenn die Menschen abgeholt werden und Sicherheit wie Handlungsfreiheit gleichermaßen bestehen. Unternehmen profitieren, wenn du fachliches Know-how und Offenheit für Neues klug miteinander verbindest.
Festo: Von Copilot bis Agenten – eine KI-Strategie für die gesamte Organisation
Festo begann bereits früh damit, die Potenziale von KI nicht als isolierte Spielwiese, sondern als Teil einer konzernweiten Digitalstrategie auszubauen. Sandra Schädlte schilderte, wie Microsoft Copilot und spezialisierte Agenten bei Festo als Assistenzsysteme eingesetzt werden, die sowohl alltägliche Aufgaben als auch hochkomplexe Entscheidungsprozesse unterstützen.
Entscheidend ist, dass hinter allen KI-Initiativen eine zentrale Plattform steht, die skalierbar und unternehmensweit zugänglich ist. So entstehen neue Möglichkeiten, spezifische KI-Anwendungen schnell auf verschiedene Unternehmensbereiche auszurollen. Gleichzeitig bietet diese Plattform die Grundlage, um interne und externe Daten systematisch zu integrieren, zu schützen und nutzbar zu machen.
Für Startups und große Unternehmen gleichermaßen gilt: Wenn du den Aufbau einer eigenen KI-Strategie planst, solltest du von Beginn an an eine flexible Architektur denken. Nur so schaffst du es, einzelne Tools nahtlos in bestehende Prozesse zu integrieren und die Basis für künftige Innovationen zu legen.
EnBW: Workation-Anträge digital und in Rekordzeit dank KI-Agenten
Ein Paradebeispiel für den konkreten Nutzen von Agenten zeigte EnBW. Bis vor kurzem verbrannten Workation-Anträge – also Anträge, um im Ausland zu arbeiten – viel Zeit und personelle Ressourcen. Dario Katic stellte ein KI-gestütztes Automatisierungskonzept vor, das den gesamten Prozess digitalisiert und binnen einer Stunde statt mehrerer Wochen abschließt.
Hier zeigt sich, wie du mit intelligenten Agenten langwierige Freigaberoutinen, mehrstufige Genehmigungen und Kommunikationswege abkürzen kannst. Prozesse, bei denen traditionell viele Menschen und Abteilungen involviert sind, lassen sich effizienter und transparenter gestalten. Das spart Kosten, erhöht die Mitarbeiterzufriedenheit und sorgt dafür, dass du strategische Kapazitäten für kreative oder wertschöpfende Aufgaben freisetzt.
Automatisierung durch Agenten ist daher kein Luxusprojekt – sondern der Schlüssel, mit schlanken Strukturen schneller am Markt zu agieren und flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren.
Die künftige Rolle der IT-Abteilungen in der KI-geprägten Wirtschaft
Mit dem Siegeszug der KI verändert sich der Verantwortungsbereich deiner IT grundlegend. Prof. Tobias Jordine von der Hochschule der Medien Stuttgart stellte klar, dass die IT zwar unverzichtbar bleibt, ihre Aufgabenfelder aber deutlich vielfältiger und dezentraler werden.
Statt „Dienstleister im Maschinenraum“ übernehmen IT-Teams nun die Rolle als Enabler, Berater und Gatekeeper für sichere, transparente und wirtschaftliche KI-Nutzung. Du musst nicht mehr nur Systeme verfügbar halten, sondern Prozesse gestalten, Daten schützen, ethische Regeln implementieren und Fachbereiche befähigen, KI kompetent einzusetzen.
Gerade das Thema Change-Management spielt bei der Einführung neuer KI-Lösungen eine zentrale Rolle. Offenheit und Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterentwicklung sind für dich in der IT entscheidend – denn der Wandel ist längst keine einmalige Aktion mehr, sondern Alltag.
Governance als Basis: So gelingt der sichere Einsatz von KI-Anwendungen
Der verantwortungsvolle Umgang mit KI-Anwendungen steht im Jahr 2026 ganz oben auf deiner Prioritätenliste. Maximilian Götz von Rencore hat auf dem Forum aufgezeigt, dass du als Unternehmen klare Richtlinien für Daten, Zugriffsrechte und Systemeinsatz brauchst.
Darum dreht sich Governance nicht nur um Datenschutz, sondern auch um Transparenz bei Entscheidungen von KI-Tools, konsequente Überwachung von Risiken und eine kontinuierliche Anpassung interner Policies an regulatorische Veränderungen. Besonders wichtig: Nur die Nutzung zugelassener und geprüfter Anwendungen sichert dir langfristig Compliance und minimiert Haftungsrisiken.
Für dich bedeutet das: Die Einführung von KI ist kein Selbstläufer. Erst wenn du Governance, Risikomanagement und fachliche Expertise zusammenbringst, kann KI ihre Vorteile zuverlässig entfalten.
Zusammenarbeit mit Microsoft Teams – KI verändert, wie du im Team arbeitest
Im Unternehmensalltag sorgt die Integration von KI in Kommunikationstools wie Microsoft Teams dafür, dass die Zusammenarbeit effizienter, aber auch dynamischer wird. Natalie Jeschner von Fokus 23 zeigte, welche Chancen KI im Zusammenspiel mit Teams bietet – zum Beispiel intelligentes Protokollieren von Meetings, die automatische Erstellung von Aufgabenlisten oder die Zusammenfassung von Diskussionspunkten.
Dabei bleibt jedoch immer eine Grenze: Nicht alle Aufgaben lassen sich guten Gewissens KI übergeben. Kritische Kommunikation, sensible Daten und persönliche Abstimmungen benötigen weiterhin das menschliche Gespür. Du solltest daher zwischen Automatisierung und persönlicher Interaktion sorgfältig abwägen.
Der Einsatz von KI in der Kollaboration zeigt aber auch: Einmal eingeführt, verändert sich die interne Kommunikation rasant. Schnell werden Prozesse transparenter, Verantwortung ist klarer verteilt und du kannst dich besser auf die inhaltlich anspruchsvollen Aufgaben konzentrieren.
Multiprojektmanagement mit KI: Was für eine neue Steuerungskultur spricht
Stefan Schwärzler von Senzavi machte auf dem Forum deutlich, dass der Einsatz einzelner Tools zwar der Anfang ist, echter Mehrwert aber erst durch Transparenz über Projekte, Ressourcen und Budgets entsteht. Mit KI-gestütztem Multiprojektmanagement kannst du die Steuerung komplexer Vorhaben auf ein neues Niveau bringen.
Automatisierte Datenanalysen schaffen einen Echtzeit-Überblick über laufende Projekte, Engpässe oder Prioritätsverschiebungen werden früh sichtbar – das ermöglicht schnellere und fundiertere Entscheidungen. Gleichzeitig baut diese Transparenz Vertrauen zwischen Abteilungen auf und fördert eine offene, unternehmensweite Steuerungskultur.
Wenn du in die Zukunft blickst, solltest du KI nie als isolierte Insellösung betrachten, sondern als Teil eines umfassenden Steuerungs- und Informationssystems. Gerade in Zeiten von Unsicherheit und schnellen Marktveränderungen gibt dir das die nötige Flexibilität, deinen Kurs zu halten und auf Veränderungen proaktiv zu reagieren.
Fazit & Ausblick: Dein Platz in der KI-getriebenen Wirtschaft und im 365 KI & Wirtschaftsforum 2027
Das 365 KI & Wirtschaftsforum 2026 hat gezeigt: Agenten und künstliche Intelligenz sind nicht mehr nur visionäre Versprechungen, sondern prägen die Wirtschaftspraxis, Innovationskultur und Arbeitswelt von heute und morgen. Die Impulse aus Stuttgart machen Mut, nicht länger abzuwarten, sondern mutig eigene KI-Projekte voranzutreiben – sei es als Startup, Mittelständler oder etabliertes Unternehmen.
Bereite dich darauf vor, dass der nächste Technologiesprung nicht auf dich wartet. Nutze die Chancen, die KI bietet: Von der Automatisierung über völlig neue Geschäftsideen bis zur Transformation der Arbeitskultur. Die nächste Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Präsentation neuer Ergebnisse wartet bereits im Frühjahr 2027, wenn das 365 KI & Wirtschaftsforum wieder zum Branchentreffen nach Stuttgart einlädt.
Du entscheidest heute, wie digital und intelligent dein Unternehmen morgen ist.
