Universität St.Gallen erhält 23,75 Millionen Franken für Zukunftsfonds
11.5.2026
Universität St.Gallen erhält 23,75 Millionen Franken für Zukunftsfonds – eine Nachricht, die in der Hochschullandschaft weit über die Schweiz hinaus für Aufsehen sorgt. Hinter diesem Rekord steht nicht nur die größte Einzelspende ihrer Geschichte, sondern auch der Start in eine neue Ära der langfristigen, unabhängigen Hochschulfinanzierung.
Du erfährst hier, warum die Spende von Christen Sveaas und seiner AS Holding weit mehr ist als ein großzügiges Geschenk, wie das innovative Endowment-Modell die Zukunft der HSG prägt und was das Best Talents Programme für kommende Führungspersönlichkeiten bedeutet.
23,75 Millionen Franken für den Aufbruch: Der Hintergrund der Spende
Am Dies academicus 2025 verkündete HSG-Rektor Manuel Ammann eine Zuwendung, die alles Dagewesene übertrifft: 23,75 Millionen Schweizer Franken erhält die Universität St.Gallen in Form einer Großspende von der norwegischen AS Holding, dem Mutterunternehmen von Kistefos. Dahinter steht mit Christen Sveaas ein erfolgreicher Unternehmer und HSG-Alumnus, der sich seiner Alma Mater über Jahrzehnte in vielfacher Hinsicht verbunden zeigt – sei es als Mäzen, als Impulsgeber für Kunst am Campus oder als engagierter Berater.
Mit dieser Summe verschiebt sich das Koordinatensystem universitärer Förderung in der Schweiz und ganz Kontinentaleuropa. Der Löwenanteil, 20 Millionen Franken, fließt in den Aufbau eines sogenannten Endowment-Fonds, wie man ihn sonst nur von führenden amerikanischen Eliteuniversitäten kennt. Die restlichen 3,75 Millionen Franken widmet Sveaas dem neu geschaffenen Best Talents Programme. Doch wie funktionieren solche Zukunftsfonds und was bewirken sie?
Zukunft denken: Das Endowment-Modell und seine Signalwirkung
Das Endowment oder der Zukunftsfonds steht für einen Wandel weg von einer reinen, oftmals prekären staatlichen Grundfinanzierung. Der Aufbau eines langfristig angelegten Kapitalstocks ist in den USA seit Jahrzehnten gelebte Praxis: Gerade Hochschulen wie Harvard, Yale oder Stanford finanzieren mit den Erträgen aus ihrem Endowment viel ihrer Exzellenz – seien es Forschungsprojekte, Stipendien oder Innovationszentren.
Nun wagt sich mit der Universität St.Gallen erstmals eine der renommiertesten kontinentaleuropäischen Hochschulen an dieses Modell heran. Das Besondere dabei: Das gespendete Kapital selbst bleibt im Fonds unangetastet, nur die jährlich erwirtschafteten Renditen werden für konkrete Initiativen und Projekte der Universität verwendet. So entsteht finanzielle Nachhaltigkeit, die weit in die Zukunft reicht.
Die Verwaltung des Fonds übernimmt ein ehrenamtlich tätiges Investment-Komitee mit ausgewiesener Expertise. Klar definiertes Ziel: nachhaltige Erträge erzielen und die Einkünfte generationenübergreifend zum Wohl der HSG-Studierenden einsetzen. Damit sichern solche Modelle nicht nur finanzielle Spielräume jenseits staatlicher Zuwendungen, sondern machen die Hochschule zugleich unabhängiger, innovativer und resilienter gegenüber kurzfristigen Schwankungen in der öffentlichen Finanzierung.
Für dich als Studierenden, Forschenden oder Mitglied der Hochschulgemeinschaft eröffnet das ganz neue Perspektiven: Projekte, Forschungsvorhaben und Förderprogramme können initiiert und langfristig abgesichert werden – unabhängig von politischen Konjunkturen.
Das Best Talents Programme: Förderung der Spitzenkräfte von morgen
Knapp 3,75 Millionen Franken der Sveaas-Spende fließen direkt in das Herzstück der strategischen Nachwuchsförderung: Das Best Talents Programme richtet sich an besonders engagierte und leistungsbereite Masterstudierende aus der Schweiz und Europa. Ziel ist es, jährlich bis zu 45 dieser Talente gezielt zu fördern, zu begleiten und konsequent auf internationale Führungsaufgaben vorzubereiten.
Was bedeutet das konkret für dich, wenn du zu den „Best Talents“ zählst? Neben herausragender akademischer Leistung ist die Bereitschaft gefragt, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und neue Impulse in Wirtschaft, Wissenschaft oder Politik zu geben. Das Programm verbindet deshalb anspruchsvolle Seminare mit Zugang zu exklusiven Netzwerken, Mentoring durch herausragende Persönlichkeiten und individuellen Karriereförderungen.
Dank des „Kistefos Best Talents Scholarship“ sind sogar 15 Plätze über die kommenden zehn Jahre durch die Spende voll finanziert. Das heißt: Ein Teil dieser künftigen Führungsköpfe kann sich auf Studium und Entwicklung konzentrieren, ohne finanzielle Barrieren im Blick behalten zu müssen. Es ist ein Programm, das Weichen für die nächste Generation internationaler Highperformer stellt – mit deutlicher Signalwirkung, wie konsequente Talentförderung im europäischen Kontext funktionieren kann.
Christen Sveaas und die enge Bindung zur HSG
Hinter dem Engagement steht mit Christen Sveaas mehr als ein hochrangiger Spender. Er studierte selbst in den 1980er Jahren an der Universität St.Gallen und betont immer wieder, wie prägend diese Zeit für seine Karriere und sein Selbstverständnis war. Sveaas sieht sein Engagement nicht nur als Dank an die Hochschule, sondern will aktiv dazu beitragen, dass künftige Generationen von Studierenden unter besten Bedingungen ihr Potenzial ausschöpfen können.
Über die Jahre hinweg unterstützte er die HSG nicht nur finanziell: Mit hochwertigen Kunstspenden – wie etwa der Skulptur „Ourea“ des britischen Künstlers Tony Cragg – trägt er zur kulturellen Atmosphäre auf dem Campus bei. Seit 2018 ist er zudem fest im Beirat der Universität verankert, seit 2025 sogar Mitglied des Ehrensenats. Für die HSG-Gemeinschaft ist Sveaas zum vielseitigen Impulsgeber und strategischen Partner geworden.
Seine Botschaft an dich und alle, für die akademische und gesellschaftliche Exzellenz eine Herzenssache ist: Chancen, die ein Studium an der HSG eröffnen kann, sollen noch mehr Talenten zugänglich sein – und zwar unabhängig von Herkunft oder finanziellen Ressourcen.
Impuls für Europa: Neue Wege der Hochschulfinanzierung
In einem Kontinent, in dem Universitäten traditionell auf staatliche Subventionen setzen, setzt St.Gallen ein wegweisendes Zeichen für Privatinvestments und strategisches Fundraising. Rektor Ammann sieht die Spende als Meilenstein und nachhaltigen Anschub zur Sicherung der Exzellenz, die über Pflichtaufgaben hinausgeht – etwa für innovative Gründerprogramme, neue Forschungsverbünde oder den Ausbau von Stipendien.
Dieses Modell kann für andere europäische Hochschulen wegweisende Vorbildfunktion haben. Denn die aktuellen Herausforderungen im globalen Wettbewerb – von Digitalisierung über die Transformation der Arbeitswelt bis hin zu gesellschaftlicher Resilienz – verlangen Spielräume, die nicht ausschließlich aus staatlichen Töpfen finanziert werden können. Die HSG setzt hier einen Impuls, wie privates Engagement, Alumni-Netzwerke und systematisches Fundraising zu neuen Erfolgsmodellen führen.
Für dich als European Digital Native, angehende:r Unternehmer:in oder Führungskraft bedeutet dieser Wandel: Deine Universität und ihre Studierenden bekommen Chancen, die bisher meist nordamerikanischen Elitehochschulen vorbehalten waren – und zwar mit einem europäischen Wertekompass, der Exzellenz und Gemeinwohl gleichermaßen hochhält.
Die Universität St.Gallen: Exzellenz, Netzwerk und internationale Strahlkraft
Die HSG zählt nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern europaweit zu den renommiertesten Wirtschaftsuniversitäten. Seit der Gründung 1898 steht sie für akademische Spitzenleistung, Praxisnähe und internationalen Austausch. Mit rund 10.000 Studierenden aus über 120 Ländern, erstklassigen Programmen in Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Recht, Informatik, Sozialwissenschaften und Internationalen Beziehungen ist sie ein Ort, an dem Vielfalt, Innovation und Exzellenz Tag für Tag gelebt werden.
Gerade durch Top-Platzierungen wie Rang 8 im aktuellen „Financial Times“-Ranking der europäischen Business Schools und der Anerkennung ihres „Strategy and International Management“-Masterprogramms als Nummer eins weltweit, ist die Reputation der HSG in der internationalen Spitzengruppe fest etabliert. Internationale Akkreditierungen, zahlreiche Forschungsinstitute und ein enges Netzwerk mit Wirtschaft und Alumni machen die HSG für dich zu einem echten Sprungbrett in Führungspositionen.
Im süddeutschen Raum, aber auch in den europäischen Metropolen, gilt die HSG als Inkubator für Highperformer, Gründer und Visionäre. Die Entscheidung, das eigene Studien- oder Berufsleben mit St.Gallen zu verbinden, öffnet Türen – und mit dem Zukunftsfonds werden es ab jetzt sogar noch mehr.
Zukunft gestalten: Was die Großspende für dich und die Gesellschaft bedeutet
Die Entscheidung von Christen Sveaas und der Universität St.Gallen, auf ein langfristig tragfähiges und transparentes Endowment-Modell zu setzen, ist mehr als eine organisatorische Weichenstellung. Sie bedeutet, dass du als Studierender, Forschender oder Förderer einer Universität angehörst, die Weitsicht beweist, unabhängig gestalten und wirkliche Exzellenz ermöglichen will. Stipendien, Talentförderung und innovative Projekte erhalten künftig eine stabilere Grundlage.
Auch für andere Hochschulen in Europa ist das ein Aufruf: Es wird Zeit, Privatinvestments, Sponsorings und Fundraising als zweite Säule neben staatlichen Geldern strategisch und transparent zu entwickeln. Damit wird europäische Hochschulbildung unabhängiger, mutiger und kreativer.
Vielleicht bist du schon bald Teil der nächsten Generation, die von solchen neuen Finanzierungsmodellen profitiert – oder trägst als Alumni, Unternehmer:in, Sponsoren in Zukunft dazu bei, den Wandel mitzugestalten. Mit dem neuen Zukunftsfonds rückt diese Vision an der Universität St.Gallen jedenfalls ein großes Stück näher.
