Für eine neue Gründerzeit: Mehr als 100 Stimmen fordern wirtschaftspolitische Wende
29.6.2026
Für eine neue Gründerzeit: Mehr als 100 Stimmen fordern wirtschaftspolitische Wende. Genau dieses starke Signal sendet das deutsche Startup-Ökosystem an die Politik, rechtzeitig vor der entscheidenden Sitzung des Koalitionsausschusses am 1. Juli. Der Ruf nach einer klaren und mutigen Neuausrichtung hallt so laut wie selten zuvor durch die Gründerszene – getragen von prominenten Gründerinnen und Gründern, Unternehmenslenkern und Branchenkennern. Warum ist ausgerechnet jetzt der Zeitpunkt gekommen, zu handeln? Was zeichnet die vorgeschlagene neue Gründerzeit aus, und wie könntest gerade Du als Gründerin oder Gründer davon profitieren? Tauche ein in eine der wichtigsten wirtschaftspolitischen Debatten des Jahres 2026.
Ein kollektiver Weckruf an die Politik
Was in Berlin derzeit passiert, ist kein leiser Appell, sondern ein donnernder Weckruf. Über 100 führende Köpfe – darunter gleich elf Unicorn-Gründer – haben zehn präzise Forderungen formuliert, mit denen sie nichts weniger als eine wirtschaftspolitische Wende einfordern. Sie setzen auf Innovation, Mut und Umsetzungsstärke. Deine Perspektive als Gründer steht dabei so stark im Fokus wie nie zuvor.
Die Lage ist ernst: In den vergangenen zwölf Monaten sind laut Startup-Verband monatlich rund 10.000 Industriearbeitsplätze in Deutschland verloren gegangen. Für die Initiatoren rund um Verena Pausder ist das keine einfache Konjunkturdelle mehr. Vielmehr sehen sie den Verlust als Zeichen, dass Deutschland kurz davorsteht, seine industrielle und digitale Wettbewerbsfähigkeit auf Jahre zu verspielen – falls nicht jetzt massiv gegengesteuert wird.
Warum eine neue Gründerzeit alternativlos ist
Die Herausforderung liegt auf der Hand: Bisher dominieren lautstark angekündigte, aber selten eingelöste Absichtserklärungen die Politiklandschaft. Es hapert an praktischen Lösungen und konsequenter Umsetzung. Der Koalitionsvertrag lobt zwar das Potenzial von Startups als „Hidden Champions und DAX-Konzerne von morgen“. Aber was nutzt das, wenn es bürokratische Hürden, veraltete Arbeitsgesetze oder mangelhaften Zugang zu Wachstumskapital gibt?
Für dich als Innovator kann diese Bremswirkung im schlimmsten Fall bedeuten, dass Dein Unternehmen gar nicht erst entsteht – oder im entscheidenden Moment nicht schnell genug wachsen kann. Deutschlands Stärken – hervorragende Forschung, ein Pool an internationalen Talenten und eine starke Industrie – werden zu wenig genutzt. Dabei arbeiten mittlerweile rund 500.000 Menschen in Startups und Scaleups. Sie treiben den Strukturwandel, schaffen qualifizierte Jobs und exportieren Innovation in die Welt. Die neue Gründerzeit ist damit kein Spleen einer Minderheit, sondern eine der tragenden Zukunftshoffnungen für Wohlstand und sozialen Zusammenhalt.
Digitale Souveränität: Die Dringlichkeit wächst
Zusätzlichen Druck verleiht der politischen Diskussion die weltpolitische Lage. Eine aktuelle Entscheidung der US-Regierung, fortschrittliche KI-Entwicklungen des US-Unternehmens Anthropic für den Export zu sperren, trifft die europäische Digitalwirtschaft empfindlich. Der Zugang zu modernster KI-Software wird zur Frage der technologischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit. Hier geht es um nichts weniger als die Frage, ob Europa eigene digitale Souveränität erreichen kann – oder dauerhaft abhängig bleibt von Entwicklungen in Übersee.
Die Konsequenz ist klar: Europa braucht eine eigene, schlagkräftige KI-Infrastruktur und eigenständige Forschungs- und Entwicklungsmodelle, die international mithalten können. Für dich als Unternehmer eröffnet sich die Chance, mit Weitblick und Mut ein entscheidender Teil dieses neuen digitalen und wirtschaftlichen Ökosystems zu werden.
Die zehn Kernforderungen der Initiative
Kern der Debatte sind zehn ganz konkrete Reformvorschläge. Sie beziehen sich auf zentrale Themen wie Altersvorsorge, Kapitaleinsatz, Arbeitsrecht und Digitalisierung. Der gemeinsame Nenner: Weniger Blockaden, mehr Ermöglichung und Förderung echten Unternehmergeists.
Ein zentrales Ziel ist die Öffnung der privaten und staatlichen Altersvorsorge für Risikokapital-Investitionen. Das würde große zusätzliche Finanzvolumen für innovative Tech-Firmen und Gründer freisetzen. Für Dich als Start-up in Deutschland könnte der Zugang zu Kapital und besseren Investitionsbedingungen real werden.
Gefordert werden außerdem neue Impulse für institutionelle Investoren und eine Priorisierung der bundesweiten Innovationsinitiativen. Zugleich sollen die Kündigungsschutzregelungen für Spitzenverdienende flexibilisiert werden, damit gerade im Start-up-Sektor mehr Dynamik und attraktive Anreize für Talent und Management entstehen.
Ein weiteres Problemfeld ist die Mitarbeiterbeteiligung. Sie soll praxisnäher gestaltet werden, damit auch Mitarbeitende vom langfristigen Erfolg profitieren – und Unternehmen bessere Chancen haben, die besten Köpfe zu gewinnen. Hierbei ginge es nicht nur um Symbolpolitik, sondern darum, dass Deine Zukunft im Team nachhaltig gestaltet werden kann.
Eine weitere Forderung ist die schnellstmögliche Einführung einer europaweit einheitlichen Rechtsform für Startups („EU Inc.“), damit Firmengründungen grenzüberschreitend vereinfacht werden und Europa zur Startup-Heimat werden kann. Die konsequente Durchsetzung des Digital Markets Act (DMA) soll zudem faire Wettbewerbsbedingungen auf digitalen Märkten sicherstellen.
Maßnahmen gegen starre Bürokratien sind ebenfalls essenziell: Neben einem Belastungsmoratorium für Unternehmen wird ein umfassender Bürokratieabbau ebenso gefordert wie die Einführung der Gründung innerhalb von 24 Stunden – flächendeckend in ganz Deutschland.
Dein Weg könnte damit schneller und weniger risikobehaftet verlaufen – von der Idee über die Umsetzung bis zum ersten Markterfolg. Auch die Förderung von Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungsinstituten steht im Zentrum. Insbesondere im DeepTech-Bereich sind viele Innovationen bisher im Dornröschenschlaf gefangen, statt Unternehmen hervorzubringen.
Ein besonderer Akzent liegt darauf, den Staat als Ankerkunden für junge, innovative Firmen aufzubauen, um so eine verlässliche Erstnachfrage zu schaffen. Die Sicherung digitaler Souveränität soll durch massive Investitionen in europäische KI-Infrastruktur und Rechenzentren unterstützt werden.
Was auf dem Spiel steht – und was Du jetzt tun kannst
Bis zur Sitzung des Koalitionsausschusses am 1. Juli bleibt wenig Zeit. Die Initiative „Für eine neue Gründerzeit“ ist mehr als ein Appell – sie ist ein Signal an alle, die mitgestalten möchten: Warten war gestern, Machen ist heute angesagt. Deine Stimme und Dein Engagement in der aktuellen Debatte sind so wichtig wie nie zuvor.
Gerade in Zeiten, in denen viele bange auf Rezessionsrisiken, globale Abkopplungstendenzen oder wirtschaftliche Unsicherheiten blicken, bietet eine neue Gründerzeit eine konkrete, positive Zukunftsperspektive. Deutschland kann und soll ein Land werden, in dem Innovation, Unternehmergeist und digitale Souveränität gelebt werden. Dafür braucht es Deinen Mut zur Gründung, Dein Interesse an technologischen Sprüngen und Deinen Einsatz für nachhaltigen Wandel.
Verena Pausder bringt es auf den Punkt: „Für eine neue Gründerzeit brauchen wir Vorfahrt für Innovation und Wachstum. Nur so können wir unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken und die Voraussetzung für einen handlungsfähigen Sozialstaat schaffen.“ Es geht also nicht nur um Dich und Dein Start-up, sondern darum, wie Deutschland insgesamt künftige Herausforderungen meistert.
Neue Gründerzeit: Die Stunde der Entscheider schlägt jetzt
Am 1. Juli bieten sich erstmals seit langer Zeit realistische Chancen für einen echten Richtungswechsel. Die Bundesregierung muss jetzt Farbe bekennen und zeigen, dass sie die Botschaft des Startup-Ökosystems nicht nur versteht, sondern handeln will.
Dieser Moment ist historisch, denn er entscheidet über künftigen Wohlstand, gesellschaftliche Dynamik und Deutschlands internationale Wettbewerbsfähigkeit. Für Dich kann die neue Gründerzeit die Tür zu Chancen öffnen, die es lange nicht gab: einfachere und schnellere Gründung, mehr Unterstützung in der Wachstumsphase, Zugang zu Märkten und Kapital – und eine digitale Infrastruktur, die Innovation möglich macht statt sie zu behindern.
Letztlich kann niemand vorhersagen, wie umfassend und schnell die Politik auf diesen Appell reagiert. Aber eines ist sicher: Wer jetzt den Wandel anstößt, gestaltet die Zukunft aktiv – für sich selbst und für die nachfolgenden Generationen. Deine Bereitschaft, diesen Schritt zu gehen, ist der Anfang von allem.
Fazit: Mut zur Mitgestaltung für Deine und Deutschlands Zukunft
Die mehr als 100 Stimmen, die sich für eine wirtschaftspolitische Wende aussprechen, stehen für eine neue, mutige Generation von Unternehmern, Macherinnen und Zukunftsgestaltern. Sie fordern keine leeren Versprechen, sondern handfeste Reformen – nicht irgendwann, sondern jetzt.
Nimm die Dynamik auf, informiere Dich, diskutiere die Vorschläge und bring Deine Perspektive ein. Die neue Gründerzeit kann Realität werden, wenn sich genügend Menschen engagieren und überfällige Veränderungen einfordern – für eine Wirtschaftspolitik, die Innovation fördert und nicht bremst.
