Viele Startups starten mit einer einzelnen Landingpage: Sie erklären auf dieser ihr Produkt, sammeln Anmeldungen für weitere Informationen und liefern erste Hinweise auf die Botschaft, die bei der Zielgruppe ankommen soll.
Sobald dann weitere Funktionen, Kundengruppen oder Märkte hinzukommen, stößt eine solch schlanke Lösung jedoch an ihre Grenzen. Wird die Website dann ohne Plan erweitert, kommt es schnell zu doppelten Inhalten, einer unübersichtlichen Navigation und URLs, die später nur mit viel Aufwand korrigiert werden können
Die Website vom Angebot her denken
Bevor neue Seiten entstehen, braucht das Angebot eine verständliche Ordnung. Empfehlenswert ist eine Ebene für die zentralen Leistungen oder Produkte. Darunter folgen dann Seiten für konkrete Anwendungsfälle, Branchen oder Zielgruppen.
Ein
SaaS-Startup könnte somit etwa eine Hauptseite für seine Plattform anlegen und einzelne Unterseiten für Personalabteilungen, Vertriebsteams und Agenturen entwickeln. Jede URL erhält damit eine klare Aufgabe und beantwortet eine bestimmte Suchintention. Auf diese Weise ist klar zu erkennen, welche Seite für welches Thema zuständig ist.
Es ist wichtig, diese Struktur schon vor dem Ausbau zu skizzieren und Prioritäten festzulegen. Welche Seiten unterstützen die Kundengewinnung? Welche Themen benötigen eigenen Content? Wo würden sich Aussagen wiederholen?
Fehlt intern die Erfahrung dafür, sollte ein externer Partner wie die
SEO Agentur Eskimos für einen Audit und eine priorisierte Roadmap hinzugezogen werden. Gerade vor einem Relaunch verhindert diese Vorarbeit, dass Entscheidungen nur am sichtbaren Design ausgerichtet werden. Die Verantwortung für Positionierung, Zielgruppenwissen und Produktdetails bleibt beim Startup.
Inhalte durch klare Navigation verbinden
Sowohl Suchmaschinen als auch die Besucher müssen wichtige Unterseiten zuverlässig erreichen können. Eine logische Navigation, passende Kategorien und interne Links stellen die dafür nötige Verbindung her.
Links aus Ratgeberbeiträgen sollten beispielsweise zu der Produkt- oder Leistungsseite führen, auf der die Leser den nächsten sinnvollen Schritt finden. Aussagekräftige Linktexte helfen dabei, das Ziel vor dem Klick einzuordnen. Verwaiste Seiten ohne interne Verbindung gehen dagegen leicht im wachsenden Bestand unter.
Dauerhafte URLs vermeiden spätere Reparaturen
Auch die Benennung der URLs verdient schon zu einem frühen Zeitpunkt Aufmerksamkeit. Kurze, lesbare Adressen lassen ihren Inhalt sofort erkennen und bleiben idealerweise auch dann bestehen, wenn sich Navigation oder Design ändern. Jahreszahlen, interne Produktcodes und vorläufige Projektbezeichnungen gehören daher kaum in dauerhafte Pfade. Ein konsistentes Schema erleichtert zudem die Pflege, da neue Seiten keiner spontanen Benennungslogik unterliegen.
Muss eine Seite später umziehen, braucht die alte Adresse eine Weiterleitung auf das passende neue Ziel. Andernfalls stoßen die Besucher auf Fehlerseiten und bereits vorhandene Suchsignale werden unnötig geschwächt.
Technik für das Wachstum vorbereiten
Eine skalierbare Website braucht außerdem ein solides technisches Fundament. Ein solches umfasst eine automatisch aktualisierte XML-Sitemap, eine einwandfreie mobile Darstellung,
kurze Ladezeiten und ein Content-Management-System, das Titel, Beschreibungen und Weiterleitungen sauber verwaltet.
Für jede neue Seite sollte zudem geklärt sein, wer die Inhalte erstellt, prüft und aktuell hält. Ohne genaue Zuständigkeiten wächst zwar die Zahl der URLs schnell, ihre Qualität hinkt jedoch hinterher.
Mit Suchdaten gezielt weiterbauen
Bei der Architektur einer Webseite handelt es sich um kein starres Organigramm. Daten aus der Search Console, Kundenfragen und Erkenntnisse aus Verkaufsgesprächen zeigen Start-Ups, wo die Nutzer weitere Informationen erwarten.
Neue Seiten sollten deshalb immer aus einem belegbaren Bedarf entstehen, nicht aus dem Wunsch nach möglichst viel Content.
So kann sich die erste Landingpage Schritt für Schritt zu einer Website entwickeln, die neue Angebote aufnimmt, Interessenten Orientierung bietet und das Wachstum des Startups dauerhaft unterstützt.