Einfach, schnell, digital: Bund startet Pilotprojekt „Schneller Gründen“
10.6.2026
Einfach, schnell, digital: Bund startet Pilotprojekt „Schneller Gründen“ | Gründerküche – diese Nachricht markiert einen bedeutenden Wendepunkt für alle, die ein eigenes Unternehmen in Deutschland gründen wollen. Die Vision ist klar gesetzt: Schon bald sollst du deine Selbstständigkeit in Deutschland komplett digital starten und das möglichst innerhalb von 24 Stunden.
Die Pilotphase, die im Juni 2026 an den Start geht, bringt dieses Ziel in greifbare Nähe und sendet ein wichtiges Signal für die Digitalisierung des deutschen Gründungssystems.
Die Bundesregierung hat verstanden, dass Innovation, Unternehmertum und Wettbewerbsfähigkeit durch schlanke, digitale Prozesse gefördert werden. Zu oft hat bislang der hinderliche Bürokratiedschungel die ersten unternehmerischen Schritte erschwert. Mit dem Pilotprojekt „Schneller Gründen“ setzt der Bund genau an diesem Schmerzpunkt an.
Im Zentrum steht ein digitaler Kombiantrag, der die bisher getrennten Vorgänge von Gewerbeanmeldung und steuerlicher Erfassung miteinander vereint und online abbildet. Für dich als angehenden Gründer bedeutet das: Weniger Papierkram, kürzere Wege und ein deutlich beschleunigter Start.
Was steckt hinter „Schneller Gründen“?
Beim Pilotprojekt „Schneller Gründen“ arbeitest du erstmals nicht mehr mit Papierformularen oder bruchstückhaft digitalisierten Verfahren, sondern reichst deine gesamten Gründungsunterlagen online ein – zentral, übersichtlich, transparent. Die zeitintensive Abfolge zwischen verschiedenen Behörden wird durch einen Workflow ersetzt, bei dem Gewerbeamt, Finanzamt und Registergericht miteinander koordiniert agieren.
Bisher waren die Prozesse oft unübersichtlich: Die Gewerbeanmeldung war beim Gewerbeamt, die Steuererfassung separat beim Finanzamt, und bei bestimmten Rechtsformen brauchte es parallel noch eine Eintragung ins Handelsregister. Der digitale Kombiantrag verspricht Abhilfe: Du gibst deine Angaben einmal ein, die dafür zuständigen Ämter werden automatisiert beteiligt, Schnittstellen organisieren die Weiterleitung und Überprüfung. Das bedeutet für dich als Gründer weniger Aufwand, geringeren Abstimmungsbedarf und idealerweise eine schnelle Rückmeldung auf alles, was du brauchst.
Die Pilotphase: Acht Standorte als Pioniere
Der erste echte Praxistest von „Schneller Gründen“ wurde mit spannender Beteiligung aus ganz Deutschland gestartet. Mehr als 330 Interessenten aus Kommunen und Verwaltungen nahmen an den vorbereitenden Infoveranstaltungen teil. Schlussendlich wurden acht Pilotstandorte ausgewählt: Aachen, Dresden, Düsseldorf, Fulda, Goslar, Mannheim, München und Nordfriesland. Von der Großstadt bis zum ländlichen Raum ist die Bandbreite damit bewusst groß.
Bei der Auswahl spielten verschiedene Faktoren eine Rolle. Neben der Bereitschaft zur technischen Anbindung und ausreichenden Personalressourcen ging es darum, unterschiedlichste Rahmenbedingungen zu berücksichtigen: digitale Infrastruktur, Verwaltungsaufstellung, regionale Besonderheiten. So profitiert das Gesamtprojekt von vielfältigen Erfahrungen, die später in einen bundesweiten Rollout einfließen werden.
Testlauf unter realen Bedingungen
Entscheidend ist, dass das neue Verfahren nicht bloß in der Theorie oder im Labor getestet wird. Du kannst als Gründer in den ausgewählten Regionen tatsächlich mit echten Daten und echten Vorhaben ein digitales Unternehmen gründen – und bekommst sofort einen Eindruck davon, wie der One-Stop-Online-Shop funktioniert. Deine Erfahrungen fließen direkt zurück an die Entwickler und Projektverantwortlichen. Das Ziel: Der digitale Weg soll keine Stolperfallen haben, sondern intuitiv, sicher und ohne Umwege zum Ziel führen.
Auch diejenigen Kommunen und Länder, die (noch) nicht direkt beteiligt sind, bleiben im Boot: Sie haben die Möglichkeit, den Prozess zu begleiten, Erfahrungen zu sammeln und sich organisatorisch und technisch auf eine spätere Integration vorzubereiten. Bereits im Laufe des Jahres ist eine Ausweitung des Pilotprojekts auf weitere Standorte geplant.
Warum ist „Schneller Gründen“ so wichtig für den deutschen Wirtschaftsstandort?
Der Blick in die Praxis zeigt: Deutsche Gründer kämpfen im internationalen Vergleich seit Jahren mit behördlichen Wartezeiten und bürokratischen Hürden. Während Länder wie Estland, Kanada oder Dänemark längst einen Großteil der Gründungsprozesse digitalisiert haben, musste man hierzulande oft Wochen auf Steuernummern, Gewerbescheine oder Registereintragungen warten. Das führte nicht nur zu Zeitverlust, sondern bremste Innovation, Investorengelder und Motivation.
Mit dem Pilotprojekt „Schneller Gründen“ will man international aufholen und Herzblut-Gründern wie dir optimale Bedingungen bieten: Der digitale Weg für alle, die rasch und unkompliziert mit ihrer Geschäftsidee an den Start gehen wollen.
Vorteile für Gründerinnen und Gründer
Für dich bedeutet das neue System einen Quantensprung: Du kannst dich vollständig digital legitimieren, musst keine Formulare mehr per Post senden oder dich in Warteschlangen bei verschiedenen Behörden einreihen. Bei Fragen profitierst du von digitalen Hilfestellungen, und auch die Kommunikation mit Ämtern läuft künftig deutlich schlanker und schneller. Kurze Bearbeitungszeiten, Rückmeldungen per E-Mail und ein zentrales Dashboard erhöhen Transparenz und Planungssicherheit für deinen unternehmerischen Start.
Funktion des neuen Kombiantrags – So läuft die digitale Gründung künftig ab
Das Herzstück des Pilotprojekts ist der neue Kombiantrag. Er verbindet mehrere bisher eigenständige Verwaltungsakte zu einem einzigen digitalen Prozess. Sobald du deine Angaben zu Person, Unternehmen, Tätigkeit und Standort online eingegeben hast, prüft das System automatisch, welche Behörden welche Informationen weiterverarbeiten müssen – alles in Echtzeit.
Der Datenfluss ist so angelegt, dass zum Beispiel das Finanzamt parallel mit der steuerlichen Erfassung starten kann, während das Gewerbeamt die eigentliche Anmeldung prüft. Bei Kapitalgesellschaften wird zusätzlich das Registergericht eingebunden. Im Idealfall erhältst du nach Abschluss des digitalen Prozesses automatisch deine Gewerbeanmeldung, die Steuernummer und – falls nötig – die Bestätigung des Registereintrags. So sparst du Zeit, Kosten und Nerven.
Pilotkommunen als Erfahrungsraum
Die acht Pilotkommunen dienen dabei als Testlabor, das wertvolle Erkenntnisse für den weiteren Ausbau liefert. Es werden technische Fehlerquellen identifiziert, rechtliche Besonderheiten überprüft und Schnittstellen auf ihre Alltagstauglichkeit getestet. Das ermöglicht künftigen Gründern in ganz Deutschland einen ausgereiften, praxiserprobten Service.
Digitalisierung als Chance für Verwaltung und Gründer
Auch für Kommunen hat der neue Ansatz Vorteile: Sie gewinnen Personalressourcen zurück, weil Standardaufgaben digital ablaufen, und können sich auf wertschöpfende Beratung und individuelle Anliegen konzentrieren. Für das gesamte Ökosystem ist das ein wichtiger Beitrag zu moderner Verwaltung, standortübergreifender Zusammenarbeit und digitaler Innovationskultur.
Doch nicht nur Behörden, sondern auch Steuerberater, Gründernetzwerke und Start-up-Berater werden durch den einheitlichen digitalen Prozess entlastet: Informationen können leichter übermittelt, Doppelanfragen vermieden und Nachbesserungen am Antrag schneller geklärt werden. Das steigert Effizienz für alle Beteiligten.
Ausblick: Wann kannst du mit der deutschlandweiten Einführung rechnen?
Die ersten Ergebnisse aus den Pilotkommunen werden bereits ab Herbst 2026 evaluiert. Sollten die Erfahrungen positiv ausfallen, ist eine rasche Ausweitung auf weitere Städte und Regionen geplant. Die Bundesregierung hat einen klaren Zeitplan: Bis 2028 soll der digitale Kombiantrag in allen Bundesländern verfügbar sein – parallel werden Schnittstellen und Prozesse laufend weiterentwickelt.
Schon jetzt steht fest: Die digitale Gründung wird zum neuen Standard für alle, die ein Unternehmen in Deutschland starten möchten. Wer wie du mit einer zukunftsweisenden Idee an den Start gehen will, wird vom „Schneller Gründen“-Projekt maßgeblich profitieren. Lass dich schon heute informieren, welche Vorbereitungen du treffen kannst und halte Ausschau nach deiner Pilotregion – vielleicht bist du einer der ersten, der 2026 volldigital gründet.
Fazit: Weniger Bürokratie, mehr Unternehmergeist
Der Schritt der Bundesregierung markiert eine Zeitenwende für Gründerinnen und Gründer: Was bislang an Formularen, Laufwegen und Wartezeiten gebunden war, bekommt eine digitale Struktur – transparent, effizient, nutzerzentriert. Der Pilotversuch wird nicht nur Deutschland fit machen für das digitale Zeitalter, sondern dir als Macher und Ideengeber völlig neue Möglichkeiten eröffnen.
Jetzt ist der beste Zeitpunkt, dich mit den digitalen Prozessen vertraut zu machen und Teil der neuen Gründerwelle zu werden. „Schneller Gründen“ ist weit mehr als ein Verwaltungsreform-Projekt – es ist die Einladung, Unternehmertum in Deutschland einfacher, moderner und erfolgreicher zu gestalten. Der Anfang ist gemacht. Sei dabei, wenn aus deiner Idee ein Unternehmen wird – so einfach, schnell und digital wie nie zuvor.
